

Emil-Sräga-Haus
AWO-Seniorenfamilien
Freiburger Strasse 1, 1a, 1b
78224 Singen
Telefon: 0 77 31 - 91 25 40

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Die
Arbeiterwohlfahrt stellt sich vor

Geschichte
der
AWO 


Die
Arbeiterwohlfahrt wurde
1919 als Hauptausschuss
der Sozialdemokratischen
Partei für
Arbeiterwohlfahrt von
Marie Juchacz
gegründet.
Ziel der AWO war es, Not
zu lindern, ihr
vorzubeugen,
Wohlfahrtsleistungen zu
verbessern und moderne
sozialpädagogische
Methoden anzuwenden.
Doch die Notverordnungen
dieser Jahre
schränkten die
Leistungen der
Wohlfahrtspflege immer
wieder drastisch ein.
Die diskrimminierende
öffentliche
"Armenpflege" sollte
dennoch schrittweise
durch eine moderne
Fürsorgegesetzgebung
überwunden werden.
Meilensteine dieses
Weges waren das
Reichsjugendwohlfahrtsgesetz
von 1922 und die
Fürsorgepflichtverordnung
von 1924.
Die AWO forderte soziale
Rechtsansprüche
ein. Ihre Mitglieder
hatten die verheerenden
Notstände als
Betroffene selbst zu
bewältigen.
Vorrangig galt es
deshalb, der
Massenverelendung mit
praktischer Selbsthilfe
zu begegnen.

Friedrich
Ebert formulierte es
folgendermassen:
„Arbeiterwohlfahrt
ist die Selbsthilfe
der Arbeiterschaft".
Am 30. Januar 1933
kam Adolf Hitler an
die Macht. Nur
wenige Wochen
später wurde
die AWO von den
Nationalsozialisten
verboten und
zwangsweise
aufgelöst. Am
15. Juli 1933
erscheint die
Ausgabe der
Zeitschrift
"Arbeiterwohlfahrt"
mit dem Hakenkreuz.
Der Beauftragte der
Deutschen
Arbeitsfront gibt
ein Rundschreiben
mit Anweisungen
für die
Umorganisation der
AWO heraus. Darin
hieß es, dass
die
Arbeiterwohlfahrt
"so auszubauen ist,
daß sie
später als
Vorbild dient
für alle
Wohlfahrtseinrichtungen".
Doch dem Versuch,
die
Arbeiterwohlfahrt in
die
nationalsozialistische
Volkswohlfahrt zu
überführen,
entzogen sich
allerorten die
Mitglieder, Helfer
und Helferinnen, die
Funktionäre der
Organisation.
Vermögen, Heime
und Einrichtungen
wurden deshalb
für die
nationalsozialistische
Volkswohlfahrt
beschlagnahmt.
Führende Frauen
und Männer der
AWO wurden verfolgt.
Solange es die
Mittel
zuließen,
wurde die Hilfe
für Notleidende
und Verfolgte des
Naziregimes in der
Illegalität
fortgesetzt. Marie
Juchacz und viele
andere mussten
Deutschland
verlassen.

Die
Arbeiterwohlfahrt
hatte
aufgehört
als Organisation
zu existieren.
Mit dem Ende des
Krieges 1945,
dem
Zusammenbruch
und der Teilung
Deutschlands,
begann der
Wiederaufbau im
von den
Siegermächten
besetzten
Deutschland.
Unmittelbar nach
Kriegsende auch
der Neubeginn
und Wiederaufbau
der AWO. Sie
wurde 1946 in
Hannover als
parteipolitisch
und
konfessionell
unabhängige
und
selbständige
Organisation
wieder ins Leben
gerufen. In der
damaligen
"sowjetisch
besetzten
Ostzone" wurde
die AWO nicht
mehr zugelassen.
Dagegen hatte
sie, aufgrund
des alliierten
Status von
Berlin bis 1961
auch im Ostteil
der Stadt eine
offizielle
Zulassung,
durfte dort aber
nicht tätig
werden. Nach dem
Mauerbau am 13.
August 1961
hatte die AWO in
Ost-Berlin keine
Zulassung mehr.
Am 9. November
1989 fällt
die Mauer in
Berlin. Am 3.
Oktober 1990 ist
Deutschland
wiedervereinigt.
Durch
West-/Ostpartnerschaften
organisiert
beginnt auch die
AWO in den
fünf neuen
Bundesländern
mit einem
dynamischen
Aufbauprozeß.
Ein Jahr nach
dem Fall der
Mauer
schließen
sich die Landes-
und
Bezirksverbände
der AWO in ganz
Deutschland auf
einem
Bundestreffen in
Berlin am 10.
November 1990
zusammen.
Nach dem Verbot
der
Arbeiterwohlfahrt
1933 und der
gewaltsamen
Teilung
Deutschlands
nach 1945
erklären
die Landes- und
Bezirksverbände
in den neuen
Bundesländern
ihre
Mitgliedschaft
beim
Bundesverband
der
Arbeiterwohlfahrt.
Damit findet
zusammen, was
vor 57 Jahren
gewaltsam
getrennt wurde.
Die AWO ist
heute
flächendeckend
in allen
Bundesländern
tätig.
Mit den rasanten
Veränderungen
in der Berufs-
und Arbeitswelt
und der
fortschrittlichen
Technologie im
letzten
Jahrhundert
änderten
sich auch die
Aufgaben der
AWO.

Eine
zeitgemäße
und
zukunftsweisende
Sozialarbeit
hat diesen
Prozessen
Rechnung zu
tragen.
Der soziale
Rechtsstaat,
wie ihn die
AWO in ihren
Anfängen
und ihrem
Werden
angestrebt
hat, ist in
seinen
grundlegenden
Elementen
Wirklichkeit
geworden. Die
AWO lässt
nicht nach in
ihren
Forderungen
nach Reformen
und
Veränderungen
in der
Sozialpolitik,
in der
Gesundheitspolitik,
in der
Familienpolitik
und in der
allgemeinen
Fürsorge
um den
Menschen und
seine soziale
Sicherung.
Stets hat sie
ihre
Forderungen
den
Parlamenten
und
Regierungen
zugetragen.
Daraus sind
Gesetze
entstanden,
die
Rechtsansprüche
auf soziale
Hilfen
garantieren.
Als ein
Beispiel unter
vielen gilt
dafür die
sozialrechtliche
Sicherung des
Pflegefallrisikos.
Die AWO hat
neue soziale
Aufgaben
übernommen,
die im Wandel
der
Gesellschaft
ihren Ursprung
haben. Dazu
gehören
die Betreuung
der
zahlreichen
ausländischen
Arbeitnehmerinnen
und
Arbeitnehmer
seit Beginn
der 60-er
Jahre des
vergangenen
Jahrhunderts,
die
stationäre
und ambulante
Altenhilfe,
die
Suchtberatung
und
sozialpychologische
Betreuung.
Grundsatz der
sozialen
Arbeit der AWO
ist auch
weiterhin die
Hilfe zur
Selbsthilfe.
In zunehmendem
Maße hat
die AWO als
freier Verband
- gewollt und
nicht gewollt
-
öffentliche
Aufgaben
übernommen,
deren
Finanzierung
nicht in
vollem Umfang
durch
öffentliche
Zuwendungen
gedeckt ist.
Die
Krise der
Weltwirtschaft
in den 80er
Jahren des
letzten
Milleniums und
die
ökonomische
und
technologische
Globalisierung
des neuen
wirft ihre
Schatten auf
die Zukunft
des
Sozialstaats..
Viele Menschen
sind ohne
Arbeitsplatz.
Die
großen
sozialen
Sicherungssysteme
stoßen
an ihre
Grenzen.,
bedürfen
der Reform und
nicht des
rigiden
Abbaus. Die
soziale
Bewährungsprobe
stellt sich
dort, wo die
AWO mit ihren
Diensten und
Einrichtungen
direkten
Kontakt mit
den Menschen
hat.
Heute ist die
AWO in weit
größerem
Maße als
früher
Trägerin
sozialer
Aufgaben und
Dienstleistungen.
In allen
Bereichen legt
sie Wert
darauf,
soziale
Aufgaben der
Gegenwart mit
dem Blick auf
die Zukunft zu
lösen -
mit der
Erfahrung
für die
Zukunft!
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